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Eine Nacht Geknüppel im M8

Nachbericht Path of Death III

Am 11. Oktober fand das nun schon dritte Path of Death im M8-Liveclub in Mainz statt. Insgesamt sechs Stunden Death Metal standen auf dem Programm. Die Auswahl der Bands war sehr gelungen - beinahe die gesamte Palette des Death Metal wurde abgedeckt und für jeden Geschmack dürfte was dabei gewesen sein.

Location
Der Gig findet im Obergeschoss des M8-Liveclub im großen Saal statt. Im Vorraum ist genügend Platz für Merch-Stände (jede der anwesenden Bands hatte auch Merch dabei). Die Bühne ist gar nicht so klein, allerdings war zumindest zeitweise die Beleuchtung recht sparsam in Gebrauch (etwa ab der dritten Band ging es bergab). Der Sound war insgesamt ganz ok - einen totalen Reinfall bei einer oder mehreren Bands wie bei manchen Open-Air-Festivals habe ich nicht erlebt. Die Lautstärke war ziemlich gut eingestellt - nicht zu leise, aber trotzdem in der ersten Reihe noch erträglich.

Preise
Aufgrund der recht überschaubaren Räumlichkeiten gibt es kein Essen vor Ort, aber die nächste Dönerbude bzw. der nächste Burgerladen ist nicht allzu weit entfernt. Und so schlimm wird der Hunger normalerweise bei einem knapp sechsstündigen Programm auch nicht. Zu trinken gibt es Bitburger für 1,80 EUR pro 0,33er Flasche, die alkoholfreien Getränke (Cola, Wasser, etc.) kosten 1,50 EUR für dieselbe Menge. Auch die Weintrinker kommen auf ihre Kosten: Es gibt Weißwein und Rotwein entweder pur oder als Schorle, deren Preise allerdings erwartungsgemäß recht deutlich über denen für das Bier liegen. Die Tickets kosten 11,50 EUR im Vorverkauf bzw. 14,00 EUR an der Abendkasse - das sind nicht mal 2 Euro pro Band im VVK, da kann man wirklich nicht meckern.

Das Programm

Es geht los mit CRIMSON DEATH aus Waiblingen, die ihre aktuelle Release "Social Born Killer" natürlich mit dabei haben. Es gibt Old School Death mit ein wenig Melodeath garniert. Zum Ende ihres Sets gibt es dezente Ähnlichkeiten mit älteren Songs von Debauchery und Asenblut zu hören. Ein wirklich gelungener und passender Opener für dieses Festival!

Deutlich brutaler wird es dann mit DEVASTATOR aus Hamburg. Sie spielen technisch guten Brutal Death Metal, allerdings ist während ihres Auftritts recht wenig vor der Bühne los. Mir scheint, als wäre der Funke nicht so recht übergesprungen; dies könnte vielleicht auch daran liegen, dass manche Elemente bei den Vocals ein wenig ungewöhnlich waren (manche der hohen Screams hätte ich so eher im Power Metal verortet). Einer der beiden Gitarristen fiel dadurch auf, dass er von allen Künstlern des Tages als Einziger barfuß auf der Bühne stand.

Der Gastgeber ERASERHEAD folgt nun und gibt eine geballte Ladung Death Metal, vorwiegend im US-Stil, zum Besten. Es gibt Parallelen zu Cannibal Corpse, Suffocation und Six Feet Under herauszuhören. Etwa ab hier ging es dann mit der Beleuchtung kontinuierlich abwärts - von der Stimmung her nicht schlecht, aber ungünstig für die Fotografen (wo kein Licht ist, kann man auch keins herzaubern).

Es folgt die Show von DISCREATION, die einen guten Mix aus europäischem und amerikanischem Death Metal spielen. Im zweiten Teil der Setlist gibt es hier und da Parallelen zu Hypocrisy zu hören.

Man stelle sich die typischen Elemente vom Schwedentod á la Amon Amarth vor und lege noch eine ordentliche Schippe Bösartigkeit drauf: Genau das beschreibt ziemlich treffend den Stil von REVEL IN FLESH. Die Show ist hervorragend und macht Lust auf das, was da noch kommen mag, wenn der Headliner loslegt.

LAY DOWN ROTTEN schließen nun das dritte Path of Death als Headliner ab. Eine sehr energetische Show wird geboten und das diesbezüglich sonst relativ träge Mainzer Publikum lässt sich auch mal zum Moshen animieren. Nach ihrer Show ging es für alle, die noch nicht genug hatten, auf der Aftershowparty im Alexander The Great weiter.

Fazit
Es hat sich aus musikalischer Sicht auf jeden Fall gelohnt beim dritten Path of Death dabei zu sein. Etwas mehr Licht kann bei der nächsten Auflage nicht schaden, ansonsten gibt es von meiner Seite nichts zu meckern. Der Umbau ging jedes Mal sehr zügig vonstatten und die Zeitvorgabe wurde gut eingehalten. Wir sind nächstes Jahr beim vierten Path of Death wieder mit am Start ;-)

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Olli

Artikelinformation

  • Artikel veröffentlicht:
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  • Autor: Olli (31) aus Mainz
  • Geschriebene Artikel: 13
  • Schlagwörter: Nachbericht
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