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Von Primal Fear bis zum Schwenker gute Laune

Rückblick auf das achte Saarbangers Metal Festival

Für alle die wissen wollen, was sie verpasst haben, wenn sie nicht am 10. und 11. Mai, auf dem Saarbangers VIII waren.

Die diesjährige Location war eine alte Werkhalle neben dem Prähistorium Gondwarna-Park in Landsweiler-Reden, in der Gemeinde Schiffweiler. Die Halle bietet das perfekte Drumherum für ein Metal-Festival, da noch alles nach Industrie aussieht und sogar noch die Deckenkräne vorhanden sind. Gezeltet werden konnte in der Nähe auf einem Parkplatz, was aber nur 20 bis 30 von etwa 1000 Besuchern in Anspruch genommen haben. Begründet sicherlich durch das schlechte Wetter welches, bis auf einige Trockenpausen, ziemlich regnerisch war. Das zog sich dann über das gesamte Wochenende.

Das Personal und die Ordnungskräfte waren sehr freundlich und hilfsbereit, dafür ein dickes Lob an dieser Stelle. Zum Publikum kann man nur sagen, richtig geil. Alles war vertreten, von grauhaarigen Metallern der ersten Stunde bis hin zu Siebenjährigen. Alle haben zusammen eine richtig fette Party gemacht und es war echt genial dabei zu sein. Einer der Besucher ist besonders hervorzuheben: Martin. Viele die im und um das Saarland herum auf Festivals gehen werden ihn kennen. Ein älterer Mann mit dichtem Bart, zu erkennen ist er an seiner Weihnachtsmannmütze. Wenn er da ist, dann ist für Spaß gesorgt. Auch war der CWO, die Celtic Warriors Otzenhausen, anwesend die selbst Konzerte und Minifestivals veranstalten, diese hatten auch das größte Camp auf dem Zeltplatz.

Nun zu den zehn Bands. Die Ehre das achte Saarbangers zu eröffnen hatten die Jungs von From Fall to Sping. Diese Schüler-Rockband hat einen soliden Auftritt hingelegt. Danach enterten Mirrors of Oblivion die Bühne aber lieferten einen mittelmäßigen Auftritt ab. Handwerklich war alles perfekt, aber es fehlte irgendwie der letzte Schliff. Bei Lonewolf, der vorletzten Band, fragt man sich im Nachhinein, wieso sie keine Zugabe spielen durften/gewollt haben. Denn die Franzosen brachten, mit ihrem Power Metal im Stil von Blind Guardian, die gesamte Halle zum Kochen. Damit waren sie für viele die Headliner der Herzen des Abends. Den echten Headlinder des Abends bildeten Jaded Heart. Auch bei ihnen fehlte der Schliff, den man erwarten und erhoffen würde. Da sie die Letzten am Abend waren, durften sie auch Zugaben spielten, jedoch haben sie es nicht, so wie Lonewolf.

Den zweiten Tag eröffneten Palace mit ihrem Heavy/Glam Metal. Entweder haben sie eine breite Fanbase im Saarland oder ihre Lieder sind einfach so eingängig, oder im besten Fall beides, denn hier haben sehr viele mitsingen können. Ihnen folgten Sandstone, die einen sehr charismatischen Sänger haben. Bei ihnen konnte man sehr intensiv und oft mitbangen. Nach dem Auftritt fand man sie am Merch-Stand, wo sie ihre Plektren verschenkten und CDs sowie T-Shirts verkauften. Auch waren sie gerne für Fotos bereit. Die Dritten an diesem Tag waren die Schweizer von Shakra, die mit ihrem energiegeladenen Heavy Metal den Saal zum Kochen brachten. Zwar dachte man zwischendurch, dass der Sänger ein paar Kaffee zu viel getrunken hat, aber das tat der Show keinen Abbruch, denn ein energiegeladener Sänger gehört zu einer Band mit energiegeladenem Metal. Nach der Ankündigung das Messenger und Primal Fear die Plätze im Billing getauscht haben, kamen Voodoo Circle auf die Bühne, die einen guten, klassischen Heavy Metal spielten. Die Jungs haben wirklich die Halle gerockt. Besonders gefielen der Gesang und die Gitarre welche selbst ihre ruhigen Stücke rocken ließen. Den Bassisten und den Gitarrero von Voodoo Circle sah man dann kurz darauf nochmal auf der Bühne, nämlich bei den Jungs von Primal Fear. Für sie wurde die Bühne leer geräumt so dass die Band richtig Platz hatte um sich auszutoben. Der Sänger hat es richtig verstanden das Publikum anzutreiben, fuck yeah. Den Abschluss bildeten Messenger, die man getrost als die bessere Ausgabe von Manowar bezeichnen kann. Hier gab es viele Hymnen für die metallischen Krieger. Ein sauberer Abschluss an einem Abend voll starker Bands.

Was steht auf der Minusseite?

Nun neben dem Wetter, welches man nicht wirklich den Veranstaltern vorwerfen kann, ist für ein Festival dieser Größe der Bierpreis mit drei Euro vielleicht etwas zu viel, aber es war noch zu verkraften. Schwerwiegender für Bahnreisende war schon eher der Punkt, dass überall nur Schiffweiler als Austragungsort angegeben ist und man eher versucht ist in Schiffweiler aus dem Zug zu klettern statt wie richtig in Landsweiler-Reden. Dies hat einen umständlicheren Weg mit dem Zug und einen wesentlich längeren Fußweg zur Folge. Nicht nur ich bin darauf reingefallen. Vielleicht sollte man auch den überregional bekannten Gondwarna-Park, der wirklich neben dem Veranstaltungsort ist, erwähnen.

Dennoch überwiegt die Positiveseite!

Die Ticketpreise waren günstig, und Schüler an der Modern Music School bekamen auf das 2-Tagesticket Rabatt. Sie zahlten statt 29€ nur noch 20€. Die Verpflegung war auch gut und vor allem günstig. Auf vielen Volksfesten wäre man nicht so günstig weggekommen. Es gab vor der Halle einen Stand der Rostwürste, Pommes, „Schwenker“ (saarländische, marinierte Grillsteaks), Frikadellen und vieles mehr anbot. Auch an die Bands geht ein Lob, da sie sich nicht im Bandbus oder Backstage versteckt hatten, sondern vor und nach den Auftritten im Publikum zu finden waren und auch mit den Fans geredet haben. Nach den Auftritten der Bands gab es an beiden Abenden noch eine Metaldisco, freitags bis um 02:00 Uhr und am Samstag bis um 05:00 Uhr.

Was bleibt zu sagen, es waren zwei geniale Tage voller Schwermetall. Sowohl das Team, als auch die Bands und die Besucher haben dazu beigetragen, das Wochenende zu einer riesigen Party zu machen. Man kann das Saarbangers nur jedem empfehlen, der auf Heavy, Power und Glam Metal steht. Die Kulisse war perfekt gewählt, es bleibt zu hoffen, dass sie dem Saarbangers in Zukunft erhalten bleibt. Denn so kann das Festival weiter wachsen und man kann sich auf das nächste Saarbangers freuen, also BANG ON!

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Lorenz

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  • Autor: (25) aus Sulzbach
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